Laszlo von Kajaszoszentpeter 1662 - 2022

1662

László von Kajászószentpéter

Die Cousins Péter und Ferenc László wurden am 6. November 1662 für Treue und Tapferkeit in der Armee Kaiser Leopolds des Ersten im Krieg gegen die Türken in Siebenbürgen, der 1660 bis 1664 stattfand, in den erblichen Adelsstand erhoben.

Péter László wurde 1671 als einer von mehr als 200 Adeligen wegen seiner Beteiligung an der Magnatenverschwörung der Prozess gemacht. Die Magnaten Peter Graf Zrinyi, Franz Christoph Frangipani, Franz Graf Nadasdy und H.E. Graf von Tattenbach wurden hingerichtet. Den mitangeklagten Adeligen wurden Titel und Länder genommen.

Ferenc verblieb in Veszprémvarsány und konnte 1789 vor der Amtsprokuratur des Komitats Veszprém die Bestätigung seines Adelspatentes erstreiten.

Mihály, Sohn von Ferenc erwarb als Erbteil seiner Frau Zsuzsanna Kajászószentpéter (heute Kajászó) südlich von Budapest. 1696 wurde die Ortschaft verkauft, der Verkauf 1756 aber wieder rückabgewickelt. Die kinderreichen Nachkommen von Mihály waren als Pastoren, Rechtsanwälte, Lehrer, Ärzte und Offiziere tätig und sind zumeist nicht vor Ort geblieben. In den Kampfhandlungen 1945 wurde der Ortsfriedhof von Kajászó zerstört. Die letzten László in Kajászószentpéter wurden 1945 von den Kommunisten vertrieben. Sie sollen nach Gödöllö umgesiedelt worden sein, allerdings verlieren sich die Spuren dort. Sämtliche Taufbücher wurden in der Pfarre erfolgreich versteckt und dokumentieren die gesamte Familiengeschichte. Sie wurden erst in den frühen 1990ern von Dr. Herbert László auf seinen weiten Reisen durch Ungarn gefunden. Die Suche nach den Vorfahren war ihm ein großes Anliegen, das mit Wappen aus einem heraldischen Verzeichnis begann und beim Pfarrer von Kajászó mit den Taufbüchern erfüllt wurde.

Die Wiener Linie ist die einzige überlebende und wurde von Janós begründet. 1868 verliebte sich der in sechster Generation auf Ferenc folgende Offizier in Gutenberg in Böhmen (heute Kutna Hora) in die Barbara „Betty“ Kratochvil. Das junge Mädchen hat dem dort in der k.u.k. Armee stationierten Wasser gereicht. Der reformierte Protestant aus dem ungarischen Adelsgeschlecht war mit einer tschechisch sprechenden katholischen Bauerntochter in Ungarn nicht erwünscht. Somit siedelten sie sich 1874 in Wien an und János trat in den Postdienst ein. Mit seinem Sohn Emanuel reiste er regelmäßig zu den Verwandten nach Ungarn. János starb 1890 und liegt am evangelischen Matzleinsdorfer Friedhof mit Betty und deren Sohn Emanuel und dessen Frau begraben. Die Familie trat nach dem Tod von János zum katholischen Glauben über.

János‘ Enkel Otto von László war Fechtmeister und Gründer des Fechtklub Balmung. Er liegt mit seiner Frau Elfriede von Furtenbach und deren Sohn Dr. Herbert László in der Familiengruft am Hietzinger Friedhof. Die Nachkommen in neunter, zehnter und elfter Generation der Familie László de Kajászószentpéter leben in Wien.

Kondolenzbuch Dr. Herbert Laszlo (1940 – 2009)